Festival Tagebuch von Christina Pfad

Christina Pfad ist 38 Jahre alt und arbeitet in...
…einem großen deutschen Mittelständler als Projektleiterin. Sie ist ambitioniert und durchaus karriereorientiert, allerdings kann sie das Bullshit-Business-Gehabe nicht haben und sehnt sich nach mehr Wirksamkeit. Noch vor wenigen Monaten frustrierten sie die absurden Verschlimmbesserungsmaßnahmen der internen Organisationsberater, die eigentlich nur dafür sorgen, dass die Arbeit immer beschwerlicher wird. Durch den intrinsify Blog bekommt sie aber seit einigen Wochen hilfreiche Impulse, die ihr in der Projektarbeit bereits zu dem einen oder anderen Kniff verholfen haben.

Nachdem nicht nur einige ihrer Kollegen sondern inzwischen auch ihr Chef ihren Rat beim Umgang mit neuen Problemen suchen, will Christina ihren Vorsprung nicht verlieren und sich noch viel fitter machen für die Herausforderungen ihrer anspruchsvollen Projektarbeit. Deshalb hat sie sich zum path.finder festival angemeldet.

Dies ist ein fiktiver Bericht von einer fiktiven Person, der Dir ein Gefühl von dem Ablauf des Festivals vermitteln soll.

Tagebuch Tag 1

Samstag, 24.11.2018

8.30 Uhr
Bin lange nicht mehr in Berlin gewesen und hab die Strecken unterschätzt. Ich habe Sorge zu spät zu kommen und bin mir nicht sicher, ob um 9 Uhr schon ein offizieller Teil startet. Ich zücke mein Smartphone und schreibe Anja eine WhatsApp. Anja ist die mir zugeteilte persönliche Assistentin. Ein echter Mensch, den ich während des Festivals jederzeit erreichen kann. Anja beruhigt mich, es geht erst um 10 Uhr richtig los.
9.35 Uhr
Endlich komme ich an. Nach dem kurzen und effizienten Check-In lasse ich erstmal die Stimmung in dem beeindruckenden Locationambiente auf mich wirken. Bei dem Online-Individualisierungsformular im Vorfeld des Festivals hatte ich das Angebot angenommen, Vernetzungsvorschläge mit anderen zu mir passenden Teilnehmern zu erhalten. Ich entscheide mich aber dafür, dieser Empfehlung heute morgen noch nicht zu folgen. Und trotzdem: Nur ein paar Minuten später finde ich mich in einem spannenden Gespräch wieder. Was meinen Gesprächspartner Guido und mich noch ein wenig irritiert ist die Vielfalt der Angebote. 4 Spaces und zig Möglichkeiten sich noch irgendwo anzumelden, alles etwas undurchschaubar. Vertieft in unser Gespräch verpassen Guido und ich fast den offiziellen Start.
10.00 Uhr
Nach der Einleitung durch den Moderator und den sympathischen und sehr inspirierenden Keynote Vortrag von Mark – einer der zwei intrinsify Gründer – verstehe ich erst so richtig, was mir für eine extrem geniale Veranstaltung bevorsteht. Und jetzt habe ich auch Klarheit über die Möglichkeiten und die Flexibilität des Angebots. Ich bin aber auch froh, dass intrinsify mir in meinem Reiseführer einige sehr konkrete Empfehlungen gegeben hat, welche Sessions zu mir passen. Denn ein bisschen überwältigt bin ich schon noch.
10.45 Uhr
Nach der Einführung sitzen Guido und ich noch eine Weile im Auditorium, bis ich plötzlich merke, dass die erste Session in 2min starten wird. intrinsify hatte mir empfohlen, um 11 Uhr in der Unternehmerlounge teilzunehmen, wo ein ehemaliger Konzernmitarbeiter in einem Q&A Format (Fragen & Antworten) davon erzählt, wie er sich aus der internen Beratung heraus selbstständig gemacht hat. Da ich auch schon länger mit dem Gedanken spiele, wollte ich die Session natürlich nicht verpassen.
11.05 Uhr
Ich komme etwas spät an und finde es großartig, dass das überhaupt kein Problem ist. Die meinen das hier echt ernst mit dem path.finder Gedanken: wenn ein Thema einen spontan anspricht oder man andersherum die Lust an einer Session verliert, dann geht man einfach woanders hin. Durch die extrem gute Beschilderung und die Online-Agenda fällt es mir nicht schwer, schnell zu erkennen, wo ich noch hin könnte. Aber jetzt erstmal die Session in der Unternehmerlounge wahrnehmen.
11.30 Uhr
Was für ein Auftakt. Das hat mir super gefallen. Wenn die Empfehlungen so gut bleiben, dann folge ich denen vielleicht einfach weiter. Um 12 Uhr findet in der Druckbetankungsstelle eine Session zu ISO-Zertifizierungen für Unternehmen statt, die mir ebenfalls empfohlen wurde. Und das ist natürlich auch genau mein Thema. Bis dahin mache ich es mir in der Unternehmerlounge noch ein bisschen bequem und lerne ein paar andere Teilnehmer kennen, die sich gerade abstimmen, wo sie als nächstes teilnehmen wollen. Interessant wie es sich trotz der großen Teilnehmerzahl überschaubar anfühlt, weil sich durch die große Location mit den vielen Spaces alles aufteilt.
11.50 Uhr
Dieses Mal bin ich rechtzeitig da. In der Druckbetankungsstelle endet gerade der letzte Impulsvortrag über Organisationsentwicklung. Das hätte mich eigentlich auch interessiert. Man verpasst eine Menge bei den vielen verschiedenen parallelen Sessions. Aber wie der Moderator in der Begrüßung schon sagte, es sind nicht nur die anderen Sessions die ich verpasse: auf der Welt sind aktuell noch ein paar andere spannende Veranstaltungen, Sportübertragungen, Konzerte etc. im Gange. Irgendwas verpasst man halt immer.
12.00 Uhr
Der Moderator der Druckbetankungsstelle kündigt den nächsten Impulsgeber an: Klaus Agil. Er ist ein ganz “normaler” Teilnehmer, der sich auf eine der Druckbetankungssessions “beworben” hat. Eigentlich ein ganz cleveres Konzept: Die Veranstaltung wird durch vielseitige Themenexperten wie Klaus bereichert, die sonst nie zu Wort kommen würden. Und praktisch für die Impulsgeber ist es natürlich auch, denn ihr Vortrag wird hoch-professionell aufgezeichnet und nachher über den intrinsify YouTube Kanal verbreitet. Auch diese Session ist super, wobei für mich viele Fragen offen bleiben. Etwas konkreter hätte es sein können. Ich nutze deshalb die Gelegenheit, um mich schnell für eine Sprechstunde von Klaus anzumelden, allerdings erst für morgen, denn heute möchte ich erstmal noch an ein paar Sessions teilnehmen. Im Anschluss an diese Session habe ich keine Empfehlung von intrinsify. Ich entscheide mich deshalb, einfach noch ein bisschen in der Druckbetankungsstelle zu bleiben. Mich beeindruckt die straffe Organisation dieses Spaces: 20min Vortrag, kurze Pause, 20min Vortrag, usw. Das ist echt mal Druckbetankung. Als ich den Raum verlasse, bin ich froh, dass ich mich schon auf die Mail am Tagesende freuen kann, in der alle relevanten Links und Vertiefungshinweise zu den Druckbetankungssessions stehen werden.
15.30 Uhr
Die Zeit verging wie im Flug und bis auf einen Happen von einem der leckeren Caterer war ich durchgehend in der Druckbetankungsstelle. Da kam es mir ganz gelegen, dass auch etwas für den kleinen Hunger und für einen entsprechend kleinen Taler zu kaufen war. Morgen stürze ich mich dann mal auf einen der reichhaltigeren Mittagessensstände. Vor dem Keynote-Vortrag von Lars – dem anderen Gründer von intrinsify – möchte ich jetzt aber nochmal schauen, was sich hinter dem Klassentreffen verbirgt. In dem Space angekommen, sehe ich vor mir die Sessionswand mit den aktuell stattfindenden 5 parallelen Open Space Sessions. Das Format kenne ich zwar grob, aber ich habe bisher erst einmal an einem Open Space teilgenommen – und das ist schon länger her und war unternehmensintern. Ich suche mir eine Session aus, die ansprechend klingt: “Entscheidungen treffen unter Unsicherheit – Welche Bauernregeln kennt ihr?” Sie hat zwar schon vor ein paar Minuten begonnen, aber ich erinnere mich daran, dass es auch bei den kleinen Sessions selbstverständlich ist, jederzeit zu kommen und zu gehen. Im Sessionbereich angekommen, merke ich, dass alle schon fleissig am Sammeln von Ideen sind. Hier wird also tatsächlich etwas erarbeitet. Mir fällt es zunächst etwas schwer den Einstieg zu finden, aber der Sessiongeber dieser Session nimmt sich kurz die Zeit, mir zu erklären was passiert, während die Teilnehmer in Kleingruppen weiterarbeiten.
Als ich den Sessionbereich wieder verlasse, kommt mir selbst eine Idee für eine Session. Ich spreche den Gesamt-Moderator des Open Space an, der sich im Eingangsbereich dieser Etage befindet und frage ihn, ob ich noch eine Session einbringen kann. Ein Großteil der Sessions wurden schon vor dem Festival online eingereicht und über ein Abstimmungsverfahren in der Agenda verteilt. Das hatte ich damals auch mitbekommen, aber mich irgendwie nicht getraut, selbst eine einzureichen. Es gibt jedoch noch Wild Cards für morgen, erklärt mir der Moderator. Dazu muss ich meine Session kurz auf einer Moderationskarte beschreiben und im Bereich “Wild Card Sessions” aufhängen. Morgen darf ich also meine Frage einbringen, die mich seit Wochen umtreibt: “Wie kann man ein cross-funktionales Projekt steuern, in dem nur zwei Mitarbeiter Vollzeit arbeiten?”. Ich freue mich schon auf morgen.
16.30 Uhr
Ich sitze seit 5 Minuten gespannt auf meinem Platz im großen Plenum und jetzt kommt Lars auf die Bühne. Wie ich es von seinen YouTube Videos kenne, hält er einen sehr inspirierenden und auch ein wenig verstörenden Vortrag. So hatte ich über unsere Arbeitswelt noch nicht nachgedacht. Das wird mich noch ein bisschen beschäftigen.
17.30 Uhr
Der erste Tag ist inzwischen offiziell beendet und für das Nachglühen nehme ich dieses Mal die Vernetzungsvorschläge an, die mir intrinsify auf Basis meiner Angaben im Online-Individualisierungsformular gemacht hat. Und so finde ich mich mit Jens, Patrick und einer weiteren Christina an der Bar wieder und wir unterhalten uns sehr angeregt über Produktivitätstechniken. Dieses Thema hatte ich als Interessensgebiet angegeben und bin nicht enttäuscht von dem Matching, dass intrinsify für mich hergestellt hat.
19.30 Uhr
Ich bin fix und alle. Was mir jetzt erst klar wird ist die Aussage des Moderators morgens um 10 Uhr: “Ihr seid selbst für Eure Pausen verantwortlich. Denkt dran, dass Ihr Euch auch mal eine ruhige Minute gönnt.” An das Konzept muss ich mich noch etwas gewöhnen. Aber andererseits finde ich es großartig, dass ich hier entscheiden kann, wann ich was mache und keiner meint, meine Kräfte besser einschätzen zu können als ich selbst. Auch wenn die anderen jetzt noch in Berlin losziehen, reicht es mir persönlich. Ich bitte Ralf, meinen persönlichen Assistenten, mir ein Taxi zu rufen. Das ist ja echt mal ein genialer Service. Ich freue mich schon auf morgen.

Tagebuch Tag 2

Sonntag, 25.11.2018

15.15 Uhr
Heute bin ich gar nicht zum Schreiben gekommen. Es war noch energiegeladener als gestern. Zwei sensationelle Vorträge wurden eigentlich nur von den wertvollen Rückmeldungen getoppt, die ich in meiner eigenen Session ernten durfte. Meine Sprechstunde mit Klaus hat sich auch sehr gelohnt und wir haben Visitenkarten ausgetauscht, falls ich noch einmal eine Frage an ihn habe. Überhaupt gefiel mir das Konzept der Sprechstunden sehr gut und im Nachhinein hätte ich mich wahrscheinlich noch zu ein paar anderen anmelden sollen. Ich hatte 20 Minuten Zeit mit Klaus und wir saßen in einem kleinen abgetrennten Bereich, wo ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass mir jemand zuhört. Ich konnte also auch etwas vertraulichere Fragen stellen.
Inzwischen sitze ich in der Abschlusssession, die es noch mal richtig in sich hat. Gerade hat der Gründer von intrinsify, Mark, auf überraschend intime Weise einen Einblick in seine aktuellen Herausforderungen gegeben und jetzt haben wir in Kleingruppen die Gelegenheit entlang von ein paar recht persönlichen Fragen unsere Ideen für die nächsten Monate zu konkretisieren. Erst war ich skeptisch, weil ich von Gruppenkuscheln so gar nichts halte. Aber das ist es zum Glück auch nicht. Im Gegenteil, wir arbeiten gerade einige sehr konstruktive und tiefgreifende Fragen durch und dabei wird mir viel klarer, was ich mit den Erkenntnissen des Festivals eigentlich anfangen will. Keine Motivations-Tschakka-Tschakka Schlachtrufe (so kenne ich intrinsify auch nicht), sondern substanzielle Auseinandersetzung mit ein paar Hausaufgaben, die ich eigentlich schon länger angehen will. Wirklich stark!
16.00 Uhr
Ich verlasse inspiriert und extrem erschöpft das Festival und fahre mit Guido noch bis Wolfsburg im gleichen Zug mit, wo er aussteigt. Was uns beiden sehr gefiel war die Abwesenheit störender Werbung. Anstatt ständig an irgendwelchen Messeständen vorbeizulaufen wo man sich aus Gefälligkeit ja doch immer mal wieder in ein Gespräch verwickeln lässt, waren die Festival-Partner clever ins Programm integriert und haben durch Inhalte überzeugt, nicht durch Hochglanzfolien. Da könnten sich einige Konferenzen ein Beispiel dran nehmen.
Danke intrinsify, gerne wieder.
Christina Pfad ist 38 Jahre alt und arbeitet in einem großen deutschen Mittelständler als Projektleiterin. Sie ist ambitioniert und durchaus karriereorientiert, allerdings kann sie das Bullshit-Business-Gehabe nicht haben und sehnt sich nach mehr Wirksamkeit. Noch vor wenigen Monaten frustrierten sie die absurden Verschlimmbesserungsmaßnahmen der internen Organisationsberater, die eigentlich nur dafür sorgen, dass die Arbeit immer beschwerlicher wird. Durch den intrinsify Blog bekommt sie aber seit einigen Wochen hilfreiche Impulse, die ihr in der Projektarbeit bereits zu dem einen oder anderen Kniff verholfen haben.

Nachdem nicht nur einige ihrer Kollegen sondern inzwischen auch ihr Chef ihren Rat beim Umgang mit neuen Problemen suchen, will Christina ihren Vorsprung nicht verlieren und sich noch viel fitter machen für die Herausforderungen ihrer anspruchsvollen Projektarbeit. Deshalb hat sie sich zum path.finder festival angemeldet.